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05.10.16 |

Landschaftspflege "Hand in Hand"

Kooperation sichert Fortbestand einer reich strukturierten Landschaft in Windeck-Stromberg

Die Kooperationspartner vor der Mutterkuhherde

Pressemitteilung des Rhein-Sieg-Kreises

Kleine zersplitterte landwirtschaftliche Flächen wie man sie in manchen Bereichen des Rhein-Sieg-Kreises findet, sind für Landwirte heutzutage uninteressant geworden. Die Folgen sind in Windeck-Stromberg zu sehen: gemähte Wiesen zwischen brachliegenden Flächen und wild zugewachsenen Stücken. Ein Zustand, der weder für Spaziergänger und Wanderer noch der Artenvielfalt zu Gute kommt.

Grund genug für Ralf Badtke, Projektreferent von chance7 hier gemeinsam mit der Gemeinde Windeck, einen ortsässigen Bürger und einem Landwirt tätig zu werden.

In Stromberg findet sich noch eine alte, strukturreiche Landschaft mit Obstwiesen, Hecken, Wiesen, Weiden und blühtenreichen Säumen. Aber wer genau hinschaut bemerkt, dass an vielen Stellen die ungenutzten Flurstücke zunehmen und viele Obstbäume nicht mehr gepflegt und abgeerntet werden. Ziel ist es nun, einerseits den Charakter und die Artenvielfalt der Landschaft zu erhalten, andererseits aber auch Landwirten zusammenhängende Flächen anzubieten. Wie dies durch gute Zusammenarbeit von ortsansässiger Bevölkerung, Landwirten, der Gemeinde Windeck und chance7 gelingen konnte stellten die Partner am 4.10. der Presse vor:

Über chance7 konnten Teilflächen gekauft oder angepachtet werden. Zudem besitzt die Gemeinde Windeck hier Parzellen. Aufgrund der zersplitterten Besitzstruktur ergab sich aber immer noch kein sinnvoller Flächenzuschnitt, der es ermöglicht hätte die Flächen als Gesamtheit an einen Landwirt zu verpachten. Und hier kam nun der Stromberger Bürger Hermann Freiß ins Spiel. Er sprach mit vielen Anwohnern die noch andere Parzellen in diesem Gebiet besitzen und stellte den Kontakt zu dem Eitorfer Landwirt Karl-Heinz Biergans her. Dadurch ist es nun gelungen, ein 4 Hektar großes Areal einzuzäunen und mit einer Mutterkuhherde aus Limousin-Rindern zu beweiden.

Ergänzend werden im nächsten Winter durch chance7 noch randliche Brombeeren und Gebüsche entfernt und einige Obstbäume gepflegt und nachgepflanzt. Dadurch, so hoffen die Beteiligten, wird die Landschaft um Stromberg ihre Qualität erhalten.

Ralf Badtke vom Naturschutzprojekt chance7 hofft zudem, dass diese Kooperation auch an anderen Stellen um Stromberg und in anderen Gebieten des Rhein-Sieg-Kreises Schule machen kann um gemeinsam am Erhalt einer artenreichen und attraktiven Landschaft und Heimat zu arbeiten.