Photo: piclease/S.Kostyra

Besondere Artenhilfsmaßnahmen 

 

Auch punktuelle maßnahmen und Projekte zum Artenschutz entfalten oft eine großflächige Wirkung.

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Anlage und Freistellung von Stillgewässern

 

Zur Verbesserung der Habitate für Kammmolch und Geburtshelferkröte werden geeignete Laichgewässer freigestellt und umgestaltet. Ggf. werden auch gezielte Ansiedlungen vorgenommen, um Populationen zu stärken oder zu vernetzen. Die Maßnahmen umfassen auch die Freistellung von Abgrabungsgewässern und ggf. die Entnahme von eingebrachten Fischpopulationen zur Förderung des Kammmolches. Ähnliches gilt auch für die Kleinstgewässer, die der gezielten Förderung der Gelbbauchunke dienen. Sie verringern für diese Pionierart die jetzt noch großen Entfernungen zwischen den einzelnen Laichgewässern. In Einzelfällen sind auch gezielte Ansiedlungsmaßnahmen vorgesehen.

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Freistellung von Blockhalden und Felswänden

 

Die Freistellung von Blockhalden und Felswänden ist erforderlich, um den Lebensraum wärmeliebender Arten wie Schlingnatter, Zaun- und Mauereidechse zu erhalten und zu entwickeln. Zippammer sowie Uhu und Wanderfalke profitieren ebenfalls von den Maßnahmen. Im Rahmen des Projektes sind auch hier langfristig wirksame Pflegekonzepte zu entwickeln.

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Einsatz von Nisthilfen

 

Zur Sicherung und zur Förderung der Ausbreitung der Zielarten für die jeweiligen Biotope wie Steinkauz, Haselmaus und Fledermausarten werden an geeigneten Stellen Nisthilfen vorgesehen. Insbesondere die neu angelegten Obstwiesen besitzen noch keine natürlichen Nistmöglichkeiten für die typischen Obstwiesenarten.

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Nachzucht und Wiedereinsetzen von Stein- und Edelkrebsen 

 

Die besonders geschützten Arten Stein- und Edelkrebs kommen in den Gewässern des Projektgebietes nur noch an wenigen Stellen und dort nur in geringer Zahl vor. Ihre isolierten Populationen sind extrem bedroht. Ähnliche Situationen sind aus ganz Deutschland und auch den angrenzenden Ländern bekannt. Daher ist man bestrebt, die Arten durch gezielte Nachzucht in ihrem Bestand zu erhalten und zu vermehren und Besatzgewässer zu identifizieren, in denen sich die Arten wieder ansiedeln können. Dies soll auch im Rahmen von chance7 erfolgen. Während die gut erforschte Nachzucht von Edelkrebsen baldige Erfolge erwarten lässt, ist die Situation beim sehr seltenen Steinkrebs ungleich schwieriger.