chance7 - Entwicklungsziele

 

Wie wir Natur und Landschaft in den Kerngebieten erhalten und entwickeln wollen

Während die Entwicklungsräume noch eine eher grobe Darstellung der Projektziele innerhalb der Kerngebiete vermitteln, wird auf der Ebene der Entwicklungszielkarten schon konkreter, welche Perspektiven für einzelne Waldbereiche, Talauen oder auch Ortsrandbereiche gesehen werden. Gleichzeitig wird die Bedeutung dieser Teilräume, deren Größe im Regelfall unter 100 ha liegt, für den Biotopverbund verdeutlicht.

 

In den Waldbereichen werden verschiedene Nutzungsintensitäten und Bewirtschaftungsformen für einzelne zusammenhängende Gebiete vorgeschlagen. Grundsätzlich wird das Ziel verfolgt, die Wälder als naturnahe Laubwälder zu erhalten bzw. dahin zu entwickeln. Je nach Alter des Bestandes kann dieses Ziel noch innerhalb der Projektlaufzeit, vielleicht aber auch erst langfristig erreicht werden. Dennoch ist es wichtig, bereits frühzeitig Zielaussagen zu treffen und diese auch zu begründen, um den Sinn von Maßnahmen verständlich zu machen und Fehlentwicklungen entgegen zu wirken.

Neben naturnah bewirtschafteten Wäldern soll es v.a zur Erhöhung der Artenvielfalt und zur Schaffung von beruhigten Bereichen für die Fauna auch Waldbereiche geben, die ein besonders hohes Maß an natürlicher Entwicklung bieten. Dies kann sich hier auf einzelne Bestände und Strukturen erstrecken, im Einzelfall aber auch mal einen gesamten Waldkomplex umfassen.

 

Im Offenland fehlen derzeit noch größere zusammenhängende artenreiche Grünlandbereiche. Ergänzende Strukturen sollen Saum- und Blühstreifen bilden, die auf Ackerflächen angelegt werden. Für einige wenige ausgewählte Bereiche wird bereits auf der Ebene der Entwicklungsziele ein bestimmtes Bewirtschaftungs-management vorgeschlagen. Dies gilt insbesondere für sogenannnte "Großbeweidungsprojekte", die eine sehr extensive Beweidung großer zusammenhängender Flächen vorsehen, oft mit robusten Tierrassen.

 

Eine Besonderheit bilden die trockenen und feuchten Heiden, deren deutliche Erweiterung ein zentrales Ziel des Projektes ist und für die ebenfalls ein konkretes Management für deren dauerhaften Erhalt geplant wird. Und auch der Erhalt und die Neubegründung von Obstwiesen und -weiden stellt ein Entwicklungsziel dar, das konkreten Flächen der Kulturlandschaft zugeordnet wird.

 

Die Talauen bilden Leitstrukturen des Biotopverbundes. Dies gilt für den Lebensraum Fließgewässer selbst mit Fischen, Krebsen und Amphibien, aber natürlich auch die Auenbereiche mit Feucht- und Nasswiesen, Hochstaudenfluren, Gebüschen und Auwäldern sowie den daran gebundenen Tierarten.

 

Schließlich werden auch Sonderstandorte wie ehemalige oder bestehende Abbaubereiche mit einem gesonderten Entwicklungsziel gekennzeichnet, um deren herausragende Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz zu verdeutlichen.

 

Die Entwicklungszielkarten werden in den Kartenserver eingestellt. Dort können Sie in Text und Karte die Ziele und Maßnahmen einsehen, die für die einzelnen Flächen vorgesehen sind.